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Die TCA: Alt, aber Gold wert!

Am 16. November 2011 führte das letzte Ausbildungs- und Transportflugzeug (TCA) der NATO vom NATO-Flugplatz Geilenkirchen aus zwei symbolische Abschiedsflüge durch. Brigadegeneral Burkhard Pototzky, der Kommandeur des E-3A-Verbands, nutzte die Gelegenheit, um Vertreter der umliegenden Gemeinden in Deutschland und den Niederlanden zur Teilnahme an einem Abschiedsflug einzuladen und einen Rückblick auf eine mehr als zwei Jahrzehnte lange Erfolgsgeschichte zu geben. "Unsere TCA sind zwar alt, aber sie sind Gold wert", so fasste der Verbandkommandeur die Geschichte der TCA zusammen, die bald zu Ende gehen wird.

Ein besonderer Höhepunkt war der Flug, der am Nachmittag des 16. Novembers stattfand und zu dem Kinder mit einer Behinderung, Bewohner des Ronald McDonald Hauses in Maastricht und einer Wohnstätte der Lebenshilfe e.V. Heinsberg, eingeladen waren. "Unsere Gäste haben während ihres Flugs mit unserer TCA einen großartigen Nachmittag verbracht. Mein größter Wunsch ist es, dass wir es geschafft haben, dass sie für einen Augenblick nicht an ihre Behinderung oder Krankheit gedacht haben", sagte General Pototzky.

Die TCA ist für die NATO eine Erfolgsgeschichte. Seitdem die erste TCA am 10. Oktober 1988 auf dem Flugplatz Geilenkirchen gelandet war, führte die TCA-Staffel regelmäßig Ausbildungsflüge sowie Transportflüge zur Beförderung von Fracht und Passagieren durch. Die drei TCA-Flugzeuge leisteten dadurch wertvolle Unterstützung für die E-3A-Einsätze.

Die TCA schrieben auch Geschichte. 1992, kurz nach Beendigung des Kalten Krieges, brachte eine TCA ein medizinisches Expertenteam nach Russland, das dort den Bedarf an humanitärer Hilfe ermitteln sollte. Damit war das erste Kapitel der Unterstützung humanitärer Hilfseinsätze durch die TCA geschrieben.

Das nächste Kapitel war im Jahr 1996 der Flug einer TCA nach Bosnien-Herzegowina. Die TCA war das erste Flugzeug mit einem NATO-Emblem, das zur Unterstützung der friedenserhaltenden Maßnahmen in der Hauptstadt Sarajevo landete. Die TCA beförderte bei diesem Einsatz mehrere Tonnen humanitärer Hilfsgüter.

Die Liste der TCA-Flüge zur Unterstützung humanitärer Hilfseinsätze ist lang: humanitäre Hilfe nach dem verheerenden Erdbeben in der Türkei im Jahr 1999, Transport von Hilfsgütern in die USA nach dem Hurrikan Katrina im Jahr 2005, humanitäre Hilfe für Haiti nach dem Erdbeben im Jahr 2010, Unterstützung der humanitären Hilfseinsätze in Pakistan nach dem Erdbeben in 2005 und auch nach der Flutkatastrophe dort im Jahr 2010, Transport humanitärer Hilfsgüter nach Ungarn nach dem Unfall in einer Aluminiumfabrik, bei dem aus einem defekten Auffangbecken giftiger Schlamm ausgetreten war und zwei Dörfer zerstört hatte.

Brigadegeneral Pototzky hat die TCA zu Recht als das "eigentliche Arbeitspferd des E-3A-Verbands" bezeichnet. Seit Oktober 1988, als die erste TCA auf dem NATO-Flugplatz Geilenkirchen landete, hat die TCA-Staffel insgesamt mehr als 32.000 Flugstunden absolviert. "Die TCA-Staffel hat durch die Beförderung von Versorgungsgütern und Personal einen ausschlaggebenden Beitrag zu den zurzeit durchgeführten Einsätzen in Afghanistan und zu den kürzlich abgeschlossenen Einsätzen in Libyen geleistet", sagte der Verbandskommandeur und fügte hinzu: "Die Flexibilität und die Fähigkeiten der TCA-Staffel waren ein wirklicher Kräftemultiplikator und ein wichtiges Bindeglied zwischen dem E-3A-Verband und den vorn dislozierten Kräften."

Die Geschichte der TCA geht bald zu Ende. Die vorletzte TCA verließ Geilenkirchen im September 2011. Die letzte TCA mit der Kennnummer 20199 wird den Verband Ende des Jahres verlassen. Aber die TCA wird uns immer in Erinnerung bleiben, zum einen wegen ihres bedeutenden Beitrags zu zahlreichen humanitären Hilfseinsätzen und zum anderen, weil sie mehr als zwei Jahrzehnte lang als Kräftemultiplikator für den E-3A-Verband gedient hat.

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