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Economic Impact Study (EIS) 2008
 

Eine vom NATO E-3A-Verband durchgeführte Studie (Economic Impact Study - EIS) zur Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen des NATO-Flugplatzes Geilenkirchen belegt, dass im Jahre 2008 ein Betrag von 275,8 Millionen Euro in die umliegenden Gemeinden (d.h. einen Bereich im Umkreis von 200 Kilometern) geflossen ist, und dass der vom E-3A-Verband geleistete gesamtwirtschaftliche Beitrag (für ganz Europa und Nordamerika) sich auf 447,3 Millionen Euro beläuft. Dies bedeutet im Vergleich zu 2007 eine Steigerung um 10,7 Millionen Euro auf regionaler Ebene und von 22,8 Millionen aus gesamtwirtschaftlicher Sicht.

Die EIS-Studie des NATO E-3A-Verbandes wurde nun zum vierten Mal in Folge durchgeführt. Seit der ersten EIS-Studie in 2005 hat sich der finanzielle Beitrag, der vom E-3A-Verband in die umliegenden Gemeinden geflossen ist, um 30,9 Millionen Euro erhöht, während sich der gesamtwirtschaftliche Beitrag für ganz Europa und Nordamerika um 50,2 Millionen Euro erhöht hat.

Einige der wichtigsten Daten aus der Studie für 2008:

  • Summe der Löhne und Gehälter im Jahr 2008: € 150,7 Mio
  • Ausgaben im Jahr 2008: € 81,3 Mio
  • Auf dem NATO-Flugplatz Geilenkirchen beschäftigte Personen: 3050
  • Indirekt geschaffene Arbeitsplätze: 1716 (geschätzt)
  • Wirtschaftlicher Beitrag der indirekt geschaffenen Arbeitsplätze: insgesamt € 43,8 Mio
  • Wirtschaftlicher Beitrag im Umkreis von 200 km im Jahr 2008:
    insgesamt € 275,8 Mio
  • Gesamtwirtschaftlicher Beitrag im Jahr 2008: insgesamt € 447,3 Mio

Eine „Economic Impact Study (EIS)“ ist eine Studie, die dazu dient, die wirtschaftlichen Auswirkungen einer militärischen Anlage auf ihr regionales Umfeld zu ermitteln. Das untersuchte Gebiet wird als „Wirtschaftsgebiet“ bezeichnet. Ein solches Wirtschaftsgebiet umfasst die Wohnorte, in denen die Mehrzahl der Militär- und Zivilbediensteten einer militärischen Anlage ihren Wohnsitz haben. Im vorliegenden Fall wurde ein Gebiet im Umkreis von bis zu 200 km um den Flugplatz untersucht. Eine solche Wirtschaftsstudie ermittelt den in Euro ausgedrückten Gesamtwert der Ausgaben eines militärischen Stützpunkts für Löhne und Gehälter, Dienstleistungen, Aufträge, militärische Baumaßnahmen sowie sonstiger Ausgaben, die dem Wirtschaftsgebiet zufließen. Im Rahmen einer solchen Studie wird außerdem die Zahl der indirekt geschaffenen Arbeitsplätze und deren wirtschaftliche Bedeutung für die betroffene Gemeinde schätzungsweise ermittelt. Unter indirekt geschaffenen Arbeitsplätzen sind die zur Unterstützung der militärischen Anlage von den Gewerbebetrieben in der Region zusätzlich eingerichteten Beschäftigungsmöglichkeiten zu verstehen. Darüber hinaus wird im Rahmen einer solchen Studie auch der gesamtwirtschaftliche Beitrag außerhalb des regionalen Umfelds von 200 Kilometern - d.h. in ganz Europa und Nordamerika - erfasst, der u.a. Ausgaben für Lfz-Instandhaltung, Flugkraftstoff und FMS-Verträge (Rüstungsverkäufe der USA an fremde Streitkräfte) umfasst.

Anhand der für die indirekte Beschäftigung verwendeten Multiplikatoren wird die Zahl der aufgrund der Wirtschaftstätigkeit einer militärischen Anlage zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze ermittelt. Die Multiplikatoren errechnen sich aus der Anzahl der Beschäftigungsmöglichkeiten im regionalen Umfeld der militärischen Anlage und aus dem allgemeinen Einsatzauftrag dieses Stützpunktes. Diese Multiplikatoren werden dazu verwendet, die Anzahl der im Wirtschaftsgebiet zusätzlich geschaffenen Stellen zu errechnen, die durch die Anwesenheit von Militärpersonal, internationalem Zivilpersonal und zivilen Ortskräften (LWR) der NATO, Auftragnehmerpersonal sowie sonstigen Beschäftigten entstanden sind. Hierzu berechnet man die Gesamtzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt beim E-3A-Verband beschäftigten Personen und multipliziert diese Zahl mit den entsprechenden Multiplikatoren. Auf der Grundlage des ermittelten regionalen Durchschnittslohns lässt sich außerdem der wirtschaftliche Gesamtwert dieser zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze errechnen. Der gesamtwirtschaftliche Beitrag für die betroffenen Gemeinden umfasst die Summe der Löhne und Gehälter, die getätigten Gesamtausgaben und den Geldwert der indirekt geschaffenen Arbeitsplätze.

Obwohl das der Studie zugrunde gelegte Modell ursprünglich im Hinblick auf die Umstrukturierung und Schließung von Stützpunkten der US-Streitkräfte entwickelt wurde, erweist es sich auch im vorliegenden Fall als nützliches Instrument zur Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung des NATO-Flugplatzes Geilenkirchen für die Region. Bei der vorliegenden Studie wurde davon ausgegangen, dass die bezüglich der indirekten Beschäftigung zugrunde gelegten Multiplikatoren – die ursprünglich auf der Anzahl der Beschäftigungsmöglichkeiten im regionalen Umfeld eines US-Stützpunktes sowie dem allgemeinen Einsatzauftrag dieses Stützpunktes basieren – realistisch sind und den Einsatzauftrag sowie das regionale Umfeld des NATO-Flugplatzes Geilenkirchen in angemessener Weise berücksichtigen.

Alle hierin enthaltenen Informationen entsprechen dem Stand vom 31. Dezember 2008. Ansprechpartner für Fragen und Kommentare zu dem vorliegenden Informationsblatt ist das Public Affairs Office, NATO-Flugplatz Geilenkirchen, Postfach 433007, 52511 Geilenkirchen, Deutschland – auch telefonisch erreichbar unter der Nummer +49 (0) 2451-63-2480 bzw. per E-Mail unter pao@e3a.nato.int